Pfarre St. Paulus

Jugendpastoral 2013

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Liebe Besucherin, lieber Besucher,

st.pirmin.stpaulus.at war ein Versuch, die Kommunikation und den Austausch in unserer Pfarrgemeinde auf eine breitere Basis zu stellen. Ein mir besonders wichtiger Anlass für dieses Portal war, im Rahmen der Umbauüberlegungen in unserer Pfarre zur Zukunft des Kinder- und Jugendzentrums und des Jugendkulturcafés propolis Platz für Diskussion und Engagement zu schaffen. Dies ist mit ca. 5 Zugriffen pro Tag im Laufe eines Jahres nicht gelungen.

Das Konzept "Jugendarbeit im Dekanat Innsbruck" fordert nun, dass die beiden hauptamtlichen Stellen im propolis zukünftig der Finanzierung einer dekanatlichen Koordinationsstelle dienen sollen (vgl. "Übergangsphase") ...

Nachdem in St. Paulus auch im Rahmen sämtlicher Visionen und baulicher Vorüberlegungen die Kinder- und Jugendarbeit weiterhin eine zentrale Rolle spielen und auch genügend Platz haben soll, werde ich ab sofort hier über die Entwicklung des Jugendkonzeptes berichten. Für St. Paulus könnte insbesondere die mögliche Zusammenarbeit mit der Young Caritas eine ganz große Aufgabe und Chance für die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Pfarre bzw. unserem Seelsorgeraum werden. Zudem könnte eine solche Kooperation auch mithelfen, die Vision 2 des Jugendarbeitskonzeptes zu verwirklichen (Die youngCaritas ist die direkte Andockstelle für junge Menschen, die sich sozial engagieren wollen)

In Verbundenheit
Gabriel, 1. Mai 2010


Erfahrung von Verwandlung
(Ram Dass und Paul Gorman)

Du gehst an diesem Ort durch die Korridore, von Zimmer zu Zimmer, und was siehst du? Die meisten Leute schauen in ein Zimmer hinein und sehen das eine oder andere behinderte Kind. Sie konzentrieren sich auf die eine oder andere Deformität oder Verhaltensweise. Das tue ich auch, denn jene Anblicke können sehr zwingend sein.

Aber es gab ein Kind, das meine Wahrnehmung völlig umkehrte. Wir machten mit den Kindern Sprachübungen, und ich hatte den Austausch "Wie geht es dir?" - "Mir geht es gut" gewählt. Nun hatte dieser eine kleine Junge große Schwierigkeiten damit und antwortete etwa in folgender, nuschelnder Weise: "Mli geehs gu." - "Lass es uns noch einmal ganz langsam versuchen", sagte ich. "Wie ... geht ... es ... dir?" Und er nuschelte: "Mli geehs gu."

Dann plötzlich brach er in dieses nuschelnde, verrückte, wundervolle Gelächter aus. Es war der verrückteste Klang, den ich je gehört hatte. Es ging ihm eben nicht besonders gut - und mir auch nicht. Es ging uns beiden beschissen. Es war absurd. Wir mussten beide laut heulend lachen.

Inmitten all dessen warf er mir plötzlich einen sehr klaren Blick zu - tief aus seinen Augen heraus, jenseits des Gesichtsausdrucks. Ich hatte den sofortigen Gedanken: "Mein Gott, er weiß mehr, als ich je über dies alles erfahren werde. Er sieht die gesamte Situation." An diesem Punkt verzog er sein Gesicht wie ein Clown und zeigte mir dieses wundervolle Augenzwinkern.

Ich war völlig verblüfft. Alles, was ich bei ihm noch sehen konnte, war dieser unglaubliche Humor in Bezug auf die Dinge. Er saß so tief in ihm drinnen. Er hatte alles genau in der richtigen Perspektive. Und mir vermittelte er jetzt diese Perspektive.

Als ich ihn verließ, drehte sich bei mir alles im Kopf. Ich ging den Korridor hinunter und schaute in die Zimmer der Kinder, die ich seit Monaten zu kennen meinte. Alles war ganz neu. Ich weiß nicht, wie ich es richtig beschreiben soll. In dem einen Zimmer sah ich das Vorhandensein von Mut. In dem anderen Zimmer erkannte ich Freude. Auf der anderen Seite des Korridors nahm ich die dort vorhandene Geduld wahr. In einem weiteren Zimmer war ein süßer kleiner Junge, der so völlig Liebe ausstrahlte, dass man da und dort hätte "sterben" können - oder besser gesagt, leben!

Welch ein Geschenk! Wie sehr hat mir diese Erfahrung bei meiner Arbeit geholfen! Sie hat tatsächlich mein Leben verwandelt. Wie oft kann man das schon von sich behaupten?

(entnommen aus "Spiritualität des Herzens" von Georg Reider)